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Aktivitäten im Vergleich
15 von 16
Spontan machbar
15 von 16
Für Familien
14 von 16
Für Paare
4,5
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Ihr tretet in 7 Duellen gegeneinander an, wie eure eigene Gameshow.
Eure eigene Gameshow: 7 Duelle aus 19 Games, von Reaktion über Geschick bis Wissen. Alle spielen gleichzeitig, das Live-Scoring auf dem eigenen Smartphone zeigt, wer vorne liegt. Softdrinks sind im Preis drin.
Erst der ehrliche Teil: Gamer Kassel öffnet Donnerstag bis Sonntag, von Montag bis Mittwoch ist zu. An diesen vier Tagen könnt ihr am selben Tag noch online buchen, ab 2 Personen, mit festem Slot. Trocken ankommen ist einfach: Haltestelle Am Stern, von dort sind es wenige Schritte in die Mauerstraße, danach seid ihr 75 bis 120 Minuten drinnen beschäftigt. Regnet euch der Montag, Dienstag oder Mittwoch rein, nehmt aus dieser Liste das Auebad oder das Kino im Bahnhofsgebäude, die haben offen.
Unsere Einschätzung:
4,9 Sterne bei über 15.000 Bewertungen über alle Standorte, und als Regenprogramm trägt es für ein Paar genauso wie für die Familie mit Kindern ab 11. Ehrlich gesagt: Wer bei Regen lieber in Ruhe Kaffee trinken will, sitzt hier falsch. Das ist Action, und es geht nur an vier Tagen der Woche.

Ihr rutscht 116 Meter im Reifen, treibt im Freizeitbecken mit Wasserfall oder geht rüber in die Saunawelt.
Schwimmen, rutschen, aufwärmen. Im Familienbad hängen eine 116 Meter lange Reifen-Riesenrutsche und eine Turbo-Rutsche mit Zeitmessung, dazu ein Freizeitbecken mit Wasserfall, Massagedüsen und Sprudelliegen und ein Planschbecken mit Schiffchenkanal. Wer Bahnen ziehen will, geht in den Sportbereich mit acht 50-Meter-Bahnen und der Sprunganlage, wer Ruhe will, in die Saunawelt mit finnischer Sauna, Saunarium und Dampfbad.
Einer der günstigsten Regennachmittage der Stadt: 1,5 Stunden kosten 4,00 € für Erwachsene, Tickets gibt es an der Schwimmbadkasse, ohne Buchung und ohne Slot. Offen ist täglich von 10 bis 22 Uhr, also auch montags bis mittwochs, wenn die Kasseler Museen und Gamer zu sind. Trocken ankommen heißt hier Bus statt Bahn: die KVG-Linie 16 hält an der Haltestelle Auebad. Unter der Woche bleibt es ruhig, an einem Regensamstag ist die Rutsche dagegen der Treffpunkt der halben Stadt.
Unsere Einschätzung:
Für Familien der ehrlichste Regentag in Kassel: warmes Wasser, zwei Rutschen, und mit der Familienkarte bleibt der ganze Nachmittag bei 20 €. Zu zweit lebt der Pick von der Saunawelt, und die fällt zwischen dem 1. und 23. August komplett weg. Und klar: das ist ein Sport- und Familienbad, keine Therme mit Thermalsole.

Ihr geht durch die alten Henschel-Werkshallen, von Dampfmaschinen und Lokomotiven bis zur Modellbahn.
Ihr geht durch 300 Jahre Kasseler Technik: Dampfmaschinen, Lokomotiven, Werkzeugmaschinen, Feuerwehr- und Rettungstechnik, Mess- und Regelungstechnik, Optik, Medizintechnik und die Modellbahn “Bebra 1958”. Das Ganze steht in den alten Hallen des Henschel-Werks II, also in genau der Fabrik, in der ein Teil der Maschinen gebaut wurde. Alles zum Anschauen und Lesen, kein Zeitfenster, kein Rundgang, den ihr mitlaufen müsst.
Eine der trockensten Ansagen der Liste steht schon im Fahrplan: die KVG-Haltestelle heißt “Brandaustraße/Technikmuseum” und liegt an der Wolfhager Straße. Reingehen könnt ihr ohne Anmeldung und ohne Slot, 6 € für Erwachsene, Kinder unter 14 zahlen nichts. Und weil das Museum kaum jemand auf dem Zettel hat, bleibt es auch an einem Regensamstag ruhig, anders als Rutsche und Minigolfbahn. Der Haken: Montag und Dienstag ist zu, Mittwoch bis Freitag geht es erst um 13 Uhr los.
Unsere Einschätzung:
Der Regenpick für alle, die lieber schwere Maschinen anschauen als in einer Warteschlange stehen: 6 € pro Kopf, Kinder frei, kein Zeitdruck, und mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern seid ihr für 12 € durch. Ehrlich dazu: das ist ein Museum zum Lesen und Staunen, keine Mitmach-Ausstellung mit Knöpfen an jeder Station, und das kurze Zeitfenster ab 13 Uhr macht einen verregneten Vormittag unter der Woche unmöglich.

18 Bahnen Minigolf im Schwarzlicht, mit 3D-Brille und drei Themenwelten.
18 Bahnen Minigolf im Schwarzlicht, mit 3D-Brille und durch drei Themenwelten. Die Bahnen leuchten in Neonfarben, die Wände sind bemalt, und mit der Brille wirkt alles wie zum Greifen nah. Fenster gibt es keine, vom Wetter draußen merkt ihr ab dem ersten Abschlag nichts mehr.
Zentral in der Schillerstraße, 60 bis 90 Minuten Programm, und offen ist von Montag bis Donnerstag ab 14 Uhr, am Wochenende schon ab 10 Uhr. Das rettet also auch den Regenmontag, an dem Gamer und die Museen zu sind. Ehrlich beim Andrang: an Regenwochenenden sind die Startzeiten schnell weg, ein kurzer Blick auf die Website oder ein Anruf am selben Tag spart euch die vergebliche Anfahrt. Und wenn 90 Minuten euren Nachmittag nicht füllen, hängt im selben Gebäude noch Lasertag, Cube-Challenges und Pixel Games dran.
Unsere Einschätzung:
Der unkomplizierteste Action-Pick der Stadt bei Regen: kein Vorlauf, drinnen dunkel und warm, und für Familien mit Kindern ab 6 funktioniert es genauso wie zu zweit. Ehrlich gesagt: Erwachsene ohne Kinder sind nach 18 Bahnen oft schneller fertig als gedacht, dann braucht ihr die zweite Aktivität im Center.

Ihr sitzt bei Bier, Schnitzel und nordhessischen Klassikern in der Brauhausstube oder im Festsaal.
Ihr sitzt in der Brauhausstube oder im Festsaal, bestellt am Tisch und bekommt nordhessische Küche vom Schnitzel über Ahle Wurscht bis zur Brauhaus-Pfanne. Kein Slot, kein Zeitlimit, ihr bleibt so lange sitzen, wie ihr wollt. Für größere Runden stellt das Haus auf Anfrage ein Buffet zusammen, der Festsaal hat dafür eine eigene Theke.
Für einen Regennachmittag zählt hier nur der Sonntag: ab 12 Uhr offen, ohne Buchung rein, und ihr sitzt, bis es draußen durch ist. Di bis Sa geht die Tür erst um 17 Uhr auf, montags gar nicht. Trocken ankommen ist die schwächere Seite, das Haus liegt nicht in der Innenstadt, vom Fernbahnhof sind es knapp 800 Meter zu Fuß, mit dem Auto gibt es Parkplätze am Haus.
Unsere Einschätzung:
Am Regensonntag die unkomplizierteste Wahl der Liste: rein, essen, sitzen bleiben, kein Programm, kein Ende auf der Uhr. Ein Familienprogramm ist es nicht, die Karte ist fleischlastig und abends wird es laut.

Ihr schaut einen Arthouse-Film in einem von zwei Sälen mitten im Bahnhofsgebäude.
Ihr holt eine Karte an der Kasse und setzt euch in einen der beiden Säle: 262 Plätze auf steil ansteigendem Podium vor einer 5,50 mal 13 Meter großen Leinwand, oder 87 Plätze im kleinen Saal. Gezeigt wird Arthouse, dazu Originalfassungen, Dokumentarfilme und Kinderprogramm. Acht Fenster im Foyer gehen auf den Bahnhofsvorplatz, ihr seht also, was das Wetter draußen macht.
Das Kino liegt im Bahnhofsgebäude, und genau das ist hier das Argument. Wer mit der RegioTram kommt, steigt im Tunnelbahnhof unter dem Gebäude aus und ist trocken im Haus, von den Bushaltestellen am Bahnhofsvorplatz sind es ein paar Schritte. Die Straßenbahn ist die schwächere Variante: Linie 7 hält am Scheidemannplatz, rund 300 Meter entfernt. Buchen müsst ihr nicht, die Karte gibt es an der Kasse, und zwei bis drei Stunden sind damit weg. Montags ist Kinotag für 8,50 €, also genau an dem Tag, an dem Kassels Museen zu sind.
Unsere Einschätzung:
Die trockenste Anreise der ganzen Liste, und der stärkste Pick, wenn ihr mit Zug oder RegioTram unterwegs seid. Das Programm ist Arthouse, einen bestimmten Kinostart findet ihr hier nicht immer, deshalb vorher ins Tagesprogramm schauen.

Bouldern auf Absprunghöhe oder Klettern auf bis zu 14 Metern, für alle Level.
Ihr leiht Schuhe, geht an die Boulderwand und arbeitet euch durch die markierten Routen auf Absprunghöhe. Wer einen Kletterschein hat oder einen Kurs gemacht hat, hängt sich ins Seil und klettert bis auf 14 Meter. Zwischen den Versuchen steht ihr vor der Wand, rätselt über den nächsten Griff und feuert euch gegenseitig an.
Bouldern braucht hier keine Einweisung und keinen Kletterschein: Schuhe leihen, an die Wand, los. Anmelden könnt ihr euch vorher online, die Halle empfiehlt das, um Wartezeit zu sparen, und bei Regen ist das die eine Minute, die sich lohnt. Offen ist sie auch montags, wenn Kassels Museen zu sind, allerdings erst ab 13 Uhr. Zentral liegt die Halle nicht, der Weg dorthin ist die Regen-Etappe, die ihr in Kauf nehmen müsst.
Unsere Einschätzung:
Der Pick, wenn ihr bei Regen keine Lust auf Sitzen habt und trotzdem nichts planen wollt: 13 € fürs Bouldern, so lange wie die Kraft hält, und montags offen. Seilklettern geht nur mit Kletterschein oder Kurs, spontan bleibt also die Boulderwand.

Die Welt der Brüder Grimm interaktiv erleben, von A bis Z durch 26 Themenbuchstaben.
Ihr lauft alphabetisch durch die Dauerausstellung über die Brüder Grimm, von A bis Z, jeder Buchstabe ein eigener Raum. Sprache, Märchen, Wörterbuch, alles zum Anfassen und Ausprobieren statt nur zum Lesen. Die laufende Sonderausstellung ist im Ticket enthalten, und im Haus gibt es ein Café.
Karte an der Kasse, kein Slot, kein Vorlauf: 90 bis 120 Minuten sind hier ohne jede Planung weg, mit Café auch mehr. Ganz trocken kommt ihr nicht an, Straßenbahn und RegioTram halten am Rathaus, von dort sind es sieben Minuten auf einem beschilderten Fußweg. Unter der Woche ist es deutlich leerer als am Wochenende, montags ist geschlossen, und die Dachterrasse könnt ihr bei Regen abschreiben.
Unsere Einschätzung:
Für einen Regennachmittag mit Kindern der verlässlichste Pick der Stadt: interaktiv, warm, zwei Stunden Programm für 25 € als ganze Familie. Wer mit den Brüdern Grimm nichts anfangen kann, starrt ab Raum M die Decke an, und für Kinder unter 6 ist vieles noch zu abstrakt.

Ihr sitzt im "Wohnzimmer im Kiez" bei Waffeln, Landschinken und Fenchel-Salami, bis der Regen durch ist.
Ihr setzt euch an einen der Holztische im selbsternannten “Wohnzimmer im Kiez” und bestellt euch durch die Karte: frische Waffeln, Landschinken, kräftige Fenchel-Salami, Eierspeisen, dazu Kaffee und Säfte. Sonntags läuft bis 14:30 Uhr der Sunday-Brunch, danach der normale Service. Niemand schaut auf die Uhr, wenn ihr sitzen bleibt.
Ohne Buchung reinkommen klappt, außer zur Kernzeit: zwischen 11 und 13 Uhr ist das Lokal so kompakt, dass ohne Tisch nichts geht, ab 13 Uhr entspannt es sich wieder. Trocken ankommt ihr über die Haltestellen Annastraße oder Querallee, von dort sind es je fünf Minuten zu Fuß. Ein Haken für Regen-Spontane: samstags öffnet das Lokal erst um 16 Uhr, der verregnete Samstagnachmittag fällt hier also aus.
Unsere Einschätzung:
Für den Regenvormittag, den ihr einfach aussitzen wollt, ist das die entspannteste Adresse mit Tram-Anschluss in Kassel. Erlebnis gibt es hier keins, und bei Dauerregen braucht ihr danach einen zweiten Plan.

Dinos, Schmetterlinge und Goethes Elefant im ersten feststehenden Theatergebäude Deutschlands.
Ihr lauft durch ein Naturkundemuseum, das im Ottoneum von 1603 steckt, dem ersten feststehenden Theatergebäude Deutschlands: Dinosaurierskelette, exotische Schmetterlinge, Mineralien und der ausgestopfte “Goethe-Elefant”, der im 18. Jahrhundert wirklich in Kassel lebte. Dazu läuft bis zum 6. September 2026 die Sonderausstellung “Mistviecher!?” über Mücken, Waschbären, Anakondas und Haie. Nach 60 bis 90 Minuten habt ihr alles gesehen.
Der Eintritt liegt bei 5 € solange eine Sonderausstellung läuft und bei 2 € in der Zeit dazwischen, Kinder unter 6 zahlen nichts. Für das Geld ist eine Regenstunde auch dann kein Verlust, wenn die Kinder nach 40 Minuten genug haben. An der Haltestelle Friedrichsplatz halten acht KVG-Linien, vom Ausstieg bis zum Eingang am Steinweg sind es zwei Minuten, mehr Regen fangt ihr nicht ab. Mittwochs ist bis 20 Uhr offen, und der Mittwoch ist in Kassel der Tag, an dem sonst wenig geht.
Unsere Einschätzung:
Eines der günstigsten Museen der Stadt und der verlässlichste Regenplan mit Kindern: zentral, trocken erreichbar, ohne Ticketplanung. Einen ganzen Regentag füllt es nicht, dafür ist das Haus zu kompakt, und montags fällt es weg.

Ihr springt auf 3.500 Quadratmetern über verbundene Trampoline, durch den Ninja-Parcours und vom Air Bag Tower.
Auf 3.500 Quadratmetern verteilen sich elf Bereiche, darunter Main Court, Wall Tramp, Ninja ParKour, Warped Wall, Swing Fall, Tumbling Lane, Bounce Run, Waterfall und der Air Bag Tower. Ihr wechselt frei zwischen den Feldern, ohne Programm und ohne Reihenfolge. Nach einer Stunde sind bei den meisten die Beine durch.
Ehrlich gesagt: an Regenwochenenden sind die Zeitfenster als Erstes weg, weil alle Familien der Umgebung dieselbe Idee haben. Sichert euch das Zeitfenster also same-day online, statt an der Kasse zu hoffen, unter der Woche habt ihr die Felder fast für euch. Trocken kommt ihr am besten mit dem Auto an, die Parkplätze gehören zum Haus und liegen wenige Meter von der Tür. Mit der KVG fahrt ihr Tram 1 bis Niedervellmar Triftstraße, danach bleiben rund 330 Meter zu Fuß, dafür braucht es einen Schirm.
Unsere Einschätzung:
Die Regen-Antwort für Familien mit Kindern, die sich bewegen müssen und keine Ruhe suchen. Zu zweit als Date lohnt es nicht, und wer sich leicht den Knöchel vertritt, lässt den Air Bag Tower besser aus.

Ihr steht vor 12 Rembrandts und einem der wichtigsten Altmeister-Bestände Europas.
Ihr geht durch drei Etagen Altmeister: Rembrandt mit 12 Werken, dazu Rubens, Dürer, Tizian, Frans Hals und van Dyck, plus die Antikensammlung im selben Haus. Die Wege sind kurz genug für 90 Minuten und die Sammlung dicht genug für zweieinhalb Stunden, wenn ihr euch Zeit nehmt.
Rein kommt ihr ohne Buchung, Ticket an der Kasse, fertig. Der Haken liegt davor: die Tram endet unten am Hang, die letzten 15 Minuten gehen bergauf über offenes Gelände, ohne Dach und ohne Abkürzung. Wer mit dem Auto kommt, parkt an der Schlossstraße deutlich näher am Eingang. Drinnen ist es sonntags zwischen 12 und 15 Uhr am vollsten, um 10 Uhr oder ab 15:30 habt ihr die Rembrandt-Säle fast für euch.
Unsere Einschätzung:
Für ein Regen-Date mit Kunst die beste Adresse der Stadt: 12 Rembrandts an einem Ort gibt es außerhalb der Niederlande selten, und unter 15 € sitzt ihr nirgends besser im Trockenen. Rechnet nur den Fußweg mit ein, und mit Kindern unter 10 funktioniert das Haus kaum.

Ihr sitzt in einem Traditionscafé von 1900 bei Kaffee und einer der größten Tortenauswahlen der Stadt.
Ihr nehmt einen der Tische im Café von 1900, bestellt Kaffee und arbeitet euch durch die Tortentheke. Vormittags läuft Frühstück, à la carte oder als Buffet, ab Mittag Karte und Kuchen. Niemand schaut auf die Uhr, wenn ihr sitzen bleibt.
Ihr kommt ohne Reservierung rein und braucht keinen Meter Umweg: von der Tram Rathaus/Fünffensterstraße sind es zwei Minuten. Der Andrang ist berechenbar, zwischen 10 und 12 Uhr ist es am vollsten, danach werden Tische frei. Ein Haken gehört dazu: Frühstück gibt es nur bis 12 Uhr, wer später aufsteht, landet bei Kuchen und Mittagskarte.
Unsere Einschätzung:
Der richtige Griff, wenn ihr den Regen einfach im Warmen aussitzen wollt, zu zweit oder mit Kindern, ohne Buchung und ohne Programm. Nach zwei Stunden Kuchen braucht ihr aber einen zweiten Plan, und das Naturkundemuseum oder das Fridericianum liegen beide zwei Minuten entfernt.

Ihr schaut euch zeitgenössische Kunst im ältesten öffentlich zugänglichen Museumsgebäude Kontinentaleuropas an.
Ihr lauft durch Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst in einem Haus von 1779, dem ältesten öffentlich zugänglichen Museumsgebäude auf dem europäischen Festland und einem der Kernorte der documenta. Große Räume, wenig Text an den Wänden, viel Platz zum Stehenbleiben. Was hängt, wechselt: Peter Fischli läuft bis 13. September 2026, ab 22. August kommt Charles Ray dazu.
Die Tram Rathaus/Fünffensterstraße hält vor der Tür, ihr müsst also praktisch nicht in den Regen. Ticket gibt es an der Kasse, kein Zeitfenster, keine Buchung, und bei Regen bleibt es hier deutlich ruhiger als in den Familienzielen der Stadt. Der eigentliche Grund für diesen Pick ist aber der Wochentag: mittwochs kostet der Eintritt nichts, und Mittwoch ist in Kassel einer der Tage, an denen die halbe Liste zu ist.
Unsere Einschätzung:
Für 6 € oder mittwochs für null bekommt ihr eine bis zwei ruhige Stunden Gegenwartskunst, mit der trockensten Anreise, die ein Kasseler Museum zu bieten hat. Wer klassische Gemälde erwartet, ist hier falsch, und mit 60 bis 120 Minuten füllt es einen Dauerregen-Tag nicht allein.

Lasertag in einer dunklen Arena mit Hindernissen, Nebel und Schwarzlicht.
Jeder bekommt eine Weste mit Sensoren und einen Tagger, dann geht es in eine dunkle Halle mit Hindernissen, Nebel und Schwarzlicht. Ein Spiel dauert 15 Minuten, ihr spielt in Teams gegeneinander und schaut nach jeder Runde aufs Scoreboard. Mit dem 3er- oder 4er-Paket wird daraus eine Session von 60 bis 90 Minuten.
Das ist der einzige Pick der Liste, der euch nicht spontan reinlässt: Kapazität und Arena-Zeiten sind begrenzt, also vorab online buchen, gerade an Regenwochenenden, wenn das ganze Center voll läuft. Dafür stimmt die Anreise: vom Hauptbahnhof sind es vier Minuten zu Fuß, und auf dem Gelände gibt es kostenlose Parkplätze direkt am Haus. Und weil im selben Gebäude auch NeonGolf und die Cube-Challenges laufen, hängt ihr an eine Lasertag-Session ohne einen Meter im Regen einen ganzen Nachmittag dran.
Unsere Einschätzung:
Die laute Antwort auf einen Regennachmittag, und für eine Gruppe oder einen Kindergeburtstag ab etwa vier Leuten die beste Action der Stadt zu diesem Preis. Zu zweit ergibt es keinen Sinn, und wer Dunkelheit und Lärm nicht mag, sollte im selben Haus zum Minigolf abbiegen.

Ihr lehnt euch unter einer 10-Meter-Kuppel zurück und schaut eine Show über Sterne, Planeten und was gerade am Himmel passiert.
Ihr sitzt in Liegesesseln, das Licht geht aus und die ganze 10-Meter-Kuppel über euch wird zum Bild. Je nach Vorstellung geht es um Sternbilder, Planeten oder ein aktuelles Thema am Himmel, moderiert und nicht als Endlosschleife. Eine Show dauert um die 60 bis 90 Minuten, danach ist Schluss.
Ehrliche Ansage vorweg: Rein kommt ihr nur zu einer Vorstellung, das Haus hat keinen Durchlaufbetrieb und öffnet nur Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Same-day geht trotzdem, an der Tageskasse gibt es Karten ab einer Stunde vor Beginn, aber die Kuppel ist klein und bei Regen ist die Show schneller voll als das Zeitfenster suggeriert. Der Nachteil steckt im Weg: der letzte Teil zum Eingang läuft durch den Park und ohne Dach, dafür ersetzt eine Vorstellung mit 60 bis 90 Minuten einen halben Nachmittag.
Unsere Einschätzung:
Für 8 € die ungewöhnlichste Regenidee der Liste, zu zweit am späten Nachmittag genauso gut wie mit Kindern ab dem Grundschulalter. Zwei Haken bleiben: das Zeitfenster ist eng, weil Montag bis Mittwoch komplett ausfällt, und wer aus dem Fenster schaut und in zehn Minuten irgendwo drin sitzen will, ist hier an der falschen Adresse.
Kinder wollen bei Regen rutschen, nicht lesen. Im Auebad hängt eine 116 Meter lange Reifenrutsche, unter 6 Jahren zahlt niemand Eintritt, und mit der Familienkarte für 20 € kommen bis zu vier Personen den ganzen Tag rein. Wer springen statt schwimmen will, findet im Superfly elf Bereiche auf 3.500 Quadratmetern. Sichert euch das Zeitfenster am selben Tag online, an einem Regensamstag sind die Slots schnell vergeben. Ab 11 Jahren treten Eltern und Kinder bei Gamer in der Mauerstraße in derselben Runde an, bis zu 50 Plätze pro Session. Wie so ein Familientag hier abläuft und was er kostet, steht auf der Familienseite für Kassel.
Kunst zu zweit heißt in Kassel Rembrandt, Rubens, Tizian und van Dyck: die Gemäldegalerie Alte Meister stellt sie über drei Etagen aus. Bezahlt wird das mit einem Fußweg, die Tram endet unten am Hang und die letzten 15 Minuten gehen bergauf über offenes Gelände. Schirm einpacken. Wer den Regen lieber sitzend abwartet, bekommt im denkMAHL sonntags bis 14:30 Uhr Brunch, samstags öffnet das Lokal allerdings erst um 16 Uhr. Zu zweit ist bei Gamer der Samstag das längste Fenster, 11 bis 22 Uhr, ab 15 € pro Person inklusive Softdrinks. Sonntags kostet derselbe Platz 20 €. Aktivitäten für Paare in Kassel sammelt den Rest, auch für trockene Tage.
13 € an der Theke, Leihschuhe für 5 €, und niemand fragt nach einem Kletterschein: Bouldern im Kletterzentrum Nordhessen geht ohne Voranmeldung, die Halle empfiehlt aber online anzumelden. Noch weniger verlangt mittwochs das Fridericianum, da ist der Eintritt für alle frei, die Tram hält vor der Tür und das Ticket gibt es an der Kasse. Gamer braucht dagegen einen Slot, aber keinen Moderator: gespielt wird ohne Ansage, der Punktestand läuft live auf dem eigenen Smartphone, am Regen-Donnerstag ab 16 Uhr. Ob heute noch etwas frei ist, steht auf der Buchungsseite für Kassel.
Ein Dauerregentag braucht zwei Adressen. Fangt im Technik-Museum an: 6 € für Erwachsene, Kinder unter 14 frei, Lokomotiven und Feuerwehrtechnik in den alten Henschel-Hallen, ohne Zeitlimit und ohne Ticket vorab. Zwei Haken, ehrlich benannt: mittwochs bis freitags geht es erst um 13 Uhr los, und eine Depothalle ist gesperrt, die Dampflok und die Straßenbahnen sind gerade nicht zu sehen. Den Abend übernehmen die BALi Kinos mit Arthouse in zwei Sälen, 262 und 87 Plätze. Fällt der Regentag auf einen Samstag, passen zwischen beide noch 7 Duelle aus 19 Games bei Gamer, 75 bis 120 Minuten. Wer lieber plant als spontan rettet, findet die ruhigere Variante im Indoor-Guide für Kassel.
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026